Ceramic Flacons - die Kunst der Gefäßkeramik


Lebenslauf

Galerie

Kontakt



FLACONS-ART

Das Charakteristische eines Flacons stellt einerseits das Aufnehmen eines Duftes und andererseits das Bewahren seiner Eigenschaften dar. Da es sich bei Düften um etwas Flüchtiges handelt, ist das Aufbewahren auf das Verschließen angewiesen. Dieses Verschließen trägt aber in sich auch das Öffnen, welches erst den Duft zum Entfalten bringen kann. Dieses Miteinander des Verschließens und des Öffnens, des Bewahrens und des Freisetzens, bildet ein Spiel, das den Menschen miteinbezieht in der Weise des Rituals, der Feierlichkeit des Augenblicks. Somit ist das Flacon das Eröffnende einer lebendigen Wirklichkeit, die sich in einem Wechselspiel ereignet zwischen dem geeigneten Material, der benötigten Form und dem Menschen in zweierlei Weise: dem Herstellenden als demjenigen, der Stoff und Form versammelt in das Ereignis des Aufnehmens und des Bewahrens, und dem Benutzer als demjenigen, der die Feierlichkeit des Augenblickes in der Weise des Rituals Ereignis werden läßt. Die Feierlichkeit des Augenblickes stellt aber keinen Sonderfall menschlichen Daseins dar. Sie ist im alltäglichen Vollzug, in der alltäglichen Freude zu Hause. So sollen auch meine Flacons keine außergewöhnlichen Gefäße darstellen, sondern ihre Schönheit gibt sich durch ihren alltäglichen Gebrauch zu erkennen.



ARTS-CERAMICS

Für meine Arbeit habe ich zwei Materialien verwendet: Limoges-Porzellan und Steinzeugton. Die Gefäße wurden auf der Scheibe gedreht und mit diesem Arbeitsgang in ihre endgültige Grundform gebracht. Um die Natürlichkeit sowohl des Materials als auch der Form zu bewahren, wurde auf das Entfernen von Drehspuren, das sog. Abdrehen, verzichtet. Die zunächst symmetrischen Gefäße wurden nun verformt, um ihnen Beweglichkeit und damit Lebendigkeit zurückzugeben.



CERAMICS-FLACONS

Zwei Grundformen habe ich ausgewählt: Die meisten Gefäße wurden auf Füße gestellt, um einerseits das Luftelement des Inhaltes hervorzuheben, andererseits durch eine ausdrückliche Asymmetrie Leichtigkeit der Bewegung zu erreichen. Diese wird unterstützt durch teilweise aus der Symmetrieachse herausfallende Deckelknäufe. Eine andere, irdenere Form steht auf ihrem ganzen Boden und variiert sowohl durch verschiedene Stempelornamentik als auch durch zwei Deckelvarianten: die geschnittene Form erinnert an das geschliffene Glas der verfeinerten französischen Flacon-Kunst, und die mit Hilfe von Schellack oberflächenbehandelte Form an den sich öffnenden Kelch einer duftenden Blüte. Diese Formvariante wurde den Porzellangefäßen vorbehalten, da dieser Rohstoff eine Transparenz ermöglicht, die den Eindruck von Erdenschwere auflösen kann. Um die Vielfalt natürlicher Düfte zu bewahren, habe ich die Steinzeugtongefäße mit einer Grundglasur bei 1160° gebrannt, die verschiedene Farbkörper und farbgebende Oxide enthält. Die Porzellangefäße wurden mit einer Transparentglasur bei 1260° Celsius im Elektroofen gebrannt. Die Porzellanflacons und einen Teil der Tongefäße habe ich zur Verfeinerung mit Rot- und Weißgold dekoriert und separat bei 800° gebrannt.

Startseite


Webart & Design
Björn L.F. Nonhoff